Wohnungsbau ist ein unersättlicher Flächenfresser

Wir dürfen die Mittelmole oder Warnemünde nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext der gesamten Stadtentwicklung. Diese richtet sich bis dato eher nach den Interessen der Investoren als nach denen von Bürgern und Öffentlichkeit. Und das hat Folgen: • eine planlose Verdichtung der letzten Freiräume, • ein Wohnungsbau, der am Bedarf vorbei geht und kein bezahlbaren Wohnraum schafft, • immer mehr rentable Zweckbauten, die die Stadt verschandeln und dominieren. So erzeugen Neubauvorhaben heute bei den Bürgern nur noch Angst & Schrecken, weil Stück für Stück Heimatgefühl und Attraktivität des Rostocker Stadtbilds verloren gehen. Gesichtslose Neubauten schlängeln sich mittlerweile von der Mühlendammschleuse bis südlichen Ende des Alten Strom und beginnen zunehmend das Gesicht der Hansestadt zu dominieren. Dabei kleidet sich Wohnungsbau immer im sozial-fürsorglichen Gewand des Bevölkerungsbedarfes, der sich bei nahezu allen Bauvorhaben der letzten Jahrzehnte in unserer Stadt dann aber stets in kühlen Zweckbauten mit kalt-nüchterner Rendite-Planung offenbart. Ein Blick entlang der Warnow dürfte als Beweisführung dieser Aussage genügen, wie der Wohnungsbau das Antlitz unserer Stadt und wichtige Freiräume für die Menschen zunehmend auffrisst. Darauf können und sollten wir auf der Mittelmole verzichten!

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