Stadtplanung nicht länger als Bankgeschäft betreiben

Die letzten zwei Jahrzehnte wird Stadtplanung in Rostock wie ein Bankgeschäft betrieben. Am tatsächlichen Bedarf vorbei wurde vorrangig rentablen Eigentums- und Vermietungsobjekten der Weg bereitet. Investorenfreundliche Mahnmale gesichtsloser Neu- und Zweckbauten prägen so zunehmend Rostocks Antlitz. So kommt es immer häufiger zu Konflikten um die verbliebenen Freiräume und Grünflächen zwischen Verwaltung, Investoren und Einwohnern. Das erklärt auch die rapide Zunahme von offenen Protesten der Bürger in den letzten Jahren gegen eine Stadtplanung, die von immer mehr Menschen als “Kannibalisierung ihrer Stadt und des Stadtbildes” empfunden wird. Damit muss jetzt endlich mal Schluss sein! Die Mittelmole darf nicht zu einem neuen Paradebeispiel dieser stadtplanerischen Fehlentwicklung werden. Die Verwaltung ist der Stadt und ihren Bürgern verpflichtet und darf sich nicht länger als Amtsgehilfe der WIRO-Geschäftsinteressen einspannen lassen. Deren Geschäftsfelder sind Wohnen & Parken. Für beides ist auf der Mittelmole kein Bedarf!

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