Wohnbebauung wäre der Sargdeckel

Wohnungsbau auf der Mittelmole wäre der Sargdeckel für die Mittelmole. Statt der gewünschten Belebung des Areals würde genau das Gegenteil passieren! Anwohnerklagen – wie beim „Molenfeuer“ – gegen das angestammte, rege maritime Treiben zwischen Alten und Neuen Strom wären die Folge, weil Schiffe nun mal nicht nur idyllisch anzuschauen sind, sondern auch Geruch und Lärm produzieren. Zudem würde es wohl auch keiner der Neu-Bewohner toll finden, wenn tagtäglich tausende Leute zum Schiffe gucken und Flanieren, gefühlt durch den eigenen Vorgarten tapsen. Öffentliche Events wie Segelveranstaltungen, Hanse Sails, Portpartys etc. sind aus Anwohnerperspektive auch nicht so toll, da solche Veranstaltungen zwangsläufig mit zusätzlichen Einschränkungen und Belästigungen verbunden sind. Mit Wohnungsbau auf der Mittelmole würde man nur einen neuen Konfliktherd in Warnemünde schaffen. Daher wäre selbst ein schlichter, schöner Park als Ausflugsort und zum Verweilen aus Sicht von Einheimischen und Touristen tausendmal besser und ein wesentlich größerer Zugewinn als Wohnungen an diesem schon immer von maritimen Verkehr und Gewerbe geprägten Ort. Hier ließe sich dann auch sicherlich ein architektonisch schöner Multifuktionsbau al’a Conexeum, Bürgerhaus, Heimatbühne, Markthalle o.ä. mit angeschlossener Gastronomie integrieren. Eingebettet in idyllischem Grün könnte dann so auch ein neues Postkartenmotiv von Warnemünde entstehen. Mit einem Wohngebiet wäre das unmöglich. Oder kennt jemand eine Stadt, die mit einem Neubaugebiet nach außen um Ansehen und Gäste wirbt? Ein Wohngebiet auf der Mittelmole würde Ortsbild und Flair von Warnemünde als Rostocks touristischer Perle unwiederbringlich zerstören.

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