Aqua-Edutainment als Schülerlabor mit Schaufensterfunktion

Die Idee mit dem Reallabor ist gut! Rostock wirbt als Stadt der Wissenschaft, schafft es jedoch nicht, dieses nach außen sichtbar zu machen. Hier könnte ein Ort entstehen, der den zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen wie Frauenhofer, Fischerei- und Ostseeforschung, Robbenstation, Universität etc. nicht nur ein öffentliches Schaufenster gibt. Darin könnten auch Schüler- und Studentenlabore integriert werden, die als reale Bestandteile der Lehre und Ausbildung betrieben werden. Hier können nicht nur Kinder und Jugendliche aus der ortsansässigen Ecolea etc. zu maritim-wissenschaftlichen Themen- und Projektfeldern unterrichtet werden, sondern aus allen Rostocker Stadtteilen. Unter fachlicher Begleitung der jeweiligen Institutionen könnten so z.B. im Innen- und Außenbereich Schaubecken mit Fischlarven, Algen, Wasserpflanzen im Themenkomplex ökologische Ostseeforschung und Küstenschutz als Schul- und Forschungsprojekte betrieben werden. So würde gewissermaßen statt klassischem Schulgartenunterricht in Rostock exklusive nun auch praktisch Heimat- und Meereskunde inkl. maritimer Geologie, Biologie und Aquakultur vermittelt werden können. Darin enthalten wäre die Lehre und Zukunftsforschung im Bereich erneuerbarer Energien, Zukunft der Fischerei, Küstenschutz oder sonstige maritimer Schlüsseltechnologie. Das hätte auch aus touristischer Perspektive seinen Reiz. Mittels der inhaltlichen sowie erlebbaren Integration des Themas „Wissenschaft und Bildung“ im öffenlichen Raum, macht man einen Teil des „alltäglichen Lebens der Einheimischen“ für außenstehende Besucher sicht- und erlebbar. Das wirkt nach außen attraktiv und interessant, weil es Teilhabe bzw. Einblick der Gäste am „normalen Leben der Einheimischen“ ermöglicht, wenn Schulklassen nicht nur in ihrer Alltagsnormalität zu ihren „Meereskunde- und Küstenschutzunterricht“ über die Mittelmole laufen und an Außenbecken, Testbeeten für Dünen oder Wind- und Wassersonden herum hantieren oder Protokolle aufzeichnen. Schließlich ist neben der Entdeckung von schönen Orten und anderen Lebensweisen genau eine solche Einblicknahme bzw. gefühlte Teilhabe am normalen Leben der Einheimischen genau das, was für Besucher und Gäste den zentralen Reiz des Reisens ausmacht. Das wäre auch weg vom provinziellem Denken hin zu einem weltoffenem Flair. Damit würde auch der ewige Verdrängungswettbewerb von Einheimischen vs. Touristen/Investor zumindest ein Stück weit beendet werden können und dabei Attraktivität plus Nutzwert der Mittelmole gleichermaßen gesteigert werden können.

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